Was ist Reizdarm?

Stress mit Magen und Darm

Die Symptome eines Reizdarms und Reizmagens sind vielfältig. Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Blähbauch, Magenkrämpfe, Völlegefühl, Übelkeit, Luft im Oberbauch, ständiges Aufstoßen, Sodbrennen, schnelles Sättigungsgefühl, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Depressionen. Daraus resultieren können Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit und sogar Depressionen. Viele von uns kennen diese Beschwerden.

Normalerweise wird es besser nach dem Stuhlgang. Das kann drei Mal pro Tag sein, oder sogar öfter. An manchen Tagen geht aber auch gar nichts weiter, und wenn die Verstopfungen über mehrere Tage anhalten, wird es wirklich unangenehm.

Zu viel Luft im Oberbauch drängt nach oben raus. Alle paar Minuten aufzustoßen kann schon sehr peinlich sein. Und wenn die Luft so gar nicht entweichen will, stellt sich Übelkeit ein. Und Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Manchmal ist alles furchtbar anstrengend und freudlos mit diesem Reizdarmsyndrom. Das kann depressiv machen.

Um Reizdarm Symptome zu lindern, Unverträglichkeiten und Sensitivitäten aufzudecken, kann es hilfreich sein ein Ernährungstagebuch zu führen.

Fakten

Von einem Reizdarm spricht man, wenn die Beschwerden länger als 12 Wochen über einen Zeitraum von einem Jahr andauern.

Etwa 7% der Bevölkerung leidet unter Reizdarm.

Meistens, aber nicht ausschließlich, sind die Betroffenen Frauen.

Die Symptome nehmen oft mit dem Alter zu.

Ein Reizdarm kann die Lebensqualität einschränken, ist aber nicht lebensgefährlich.

Ein Reizdarm erhöht nicht das Risiko, an anderen Darmkrankheiten zu erkranken.

Reizdarm ist keine "reine Kopfsache". LINK ZU RDS IM ALLTAG

Reizdarmsyndrom und Sozialleben

Besonders sozial sind ein Reizdarm oder Reizmagen auch nicht. Abends gemütlich mit Freunden essen gehen, vielleicht auch mal ganz gewagt ein Dessert bestellen? Das wird sanktioniert. Hoffentlich ist die Toilette frei, damit niemand Zeuge der Blähungen wird. Ist es das Dessert wert?

Noch schlimmer ist es bei einem Date! Die Darm-Hirn Achse läuft schon vorher auf Hochtouren und sorgt für Bauchkrämpfe oder Übelkeit. Während des Dates sind Durchfall und Blähungen wahrscheinlich. Als Frau geht man sich dann eben öfters "die Nase pudern". Aber nur wenn die Hintergrundmusik laut genug ist, lassen sich die aufdringlichen Bauchgeräusche ignorieren.

Ein Reizdarmsyndrom ist nicht das Ende des Soziallebens. Es gibt Mittel und Wege, damit umzugehen. Lies im Blog nach (LINK), wie es anderen Betroffenen geht.

Notwendige Untersuchungen

Wer die Diagnose Reizdarmsyndrom erhält, hat meist eine ganze Reihe an Arztbesuchen hinter sich, möglicherweise über Jahre hinweg. Die Schmerzen sind eindeutig da, sie sind physisch spürbar, wie kann es sein, dass Ärzte einen für völlig gesund erklären?! Es muss doch eine physische Ursache das Unwohlsein geben?
Gibt es nicht. Oder zumindest bislang keine wissenschaftlich allgemein akzeptierte. Siehe dazu auch Was sind die Ursachen eines Reizdarmsyndroms. LINK

Die Diganose "Reizdarmsyndrom" ist leider eine Ausschlussdiagnose. Angefangen von Blut- und Stuhltests, die in der Regel mehr oder weniger unauffällig sind (und um ehrlich zu sein sind wir ja froh, dass nichts Schwerwiegendes dabei rauskommt!). Nichts, was sich nicht durch die Einnahme von Vitaminen oder Medikamenten beheben ließe. Aber selbst wenn der Vitaminmangel behoben ist, die Bauchkrämpfe, Blähungen, Durchfall und so weiter bleiben.

Eine Magen- und Darmspiegelung sind unausweichlich. Das ist unangenehm, die Untersuchungen gehen schnell vorüber, und man ist auch an dieser Stelle froh, wenn die Befunde der Gewebeproben keine Auffälligkeiten (wie zum Beispiel ein Magengeschwür) aufweisen!
Eine Helicobacter dagegen wäre nicht so schlimm gewesen und mit einer Antibotika Kur alle Problembe behoben. Oder? Nicht, wenn der Reizdarm bleibt.
Auch wäre eine Laktose- oder Fruktoseintolereanz nicht so schlimm. Immerhin wäre es eine an einem Atemtest ablesbare Erklärung. So einfach ist es leider im Falle eines Reizdarmsyndroms nicht.

Reizdarm Betroffene haben oft niedrige Toleranzen für Latkose, Fruktose, Gluten,... Ärgerlicherweise lassen sich niedrige Toleranzwerte nur schwer oder gar nicht durch Tests nachweisen. Daher hilft nichts, außer einer strengen Diät. Auch hier ist zu empfehlen, es mit einer Ausschlussdiät und einem Ernährungstagebuch zu versuchen. Denn das könnte vielleicht doch das eine oder andere Lebensmittel ans Licht bringen, dass für den Stress mit dem Darm verantwortlich ist.

Wenn das weder Licht ins Dunkle noch eine Verbesserung bringt, und die Beschwerden das Leben beeinträhtigen, ist eine Low-Fodmap Diät empfehlenswert. LINK